Du möchtest dein Cosplay-Projekt auf das nächste Level bringen und dich zum ersten Mal mit Perücken beschäftigen? Dann bist du hier genau richtig! Worauf du achten solltest, welche wichtigen Unterschiede es gibt und welche Kosten auf dich zukommen, erfährst du in diesem Artikel.
Ganz simpel:
Echthaarperücken lohnen sich, wenn du die Perücke regelmäßig oder sogar täglich tragen willst. Zum Beispiel, weil du mit deinem eigenen Haar unzufrieden bist oder Haarausfall hast. Echthaar sieht natürlicher aus und fühlt sich auch so an. Preislich bewegen wir uns hier ab ca. 500 Euro aufwärts – und ja, es gibt Modelle für über 1000 Euro.
Kunsthaarperücken sind die bessere Wahl für Gelegenheitsnutzer. Du willst mal eben die Haarfarbe ändern, ein Cosplay rocken oder für ein Event komplett anders aussehen? Dann reicht eine Kunsthaarperücke völlig aus. Kostenpunkt: zwischen 10 und 80 Euro, je nach Qualität. Viele sind sogar hitzebeständig, sodass du mit Glätteisen oder Lockenstab arbeiten kannst – aber bitte vorher prüfen, nicht jede hält das aus!

Hier wird’s spannend.
Hardfront-Perücken erkennst du daran, dass die Haare an der Stirn – also an der „Front“ – blockartig in die Perückenkappe geknüpft sind. Dadurch entsteht eine harte Kante und ein unnatürlich wirkender Übergang von Gesicht zu Haar. Bei Modellen mit Pony fällt das weniger auf, da die Kante verdeckt ist. Preislich starten Hardfront-Perücken bei etwa 10 Euro und sind damit die günstigsten Varianten.
Lacefront-Perücken sind die Königinnen unter den Perücken. Vorne ist ein feines Netz eingearbeitet, in das die Haare einzeln geknüpft werden. Dadurch wirkt der Haaransatz mega realistisch – fast so, als wären es deine echten Haare. Kein Wunder, dass fast jeder Schauspieler in Hollywood Lacefronts trägt.
Achtung beim Scheitel!
Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist der vorgegebene
Scheitel.
Bei Lacefront-Perücken sind die Haare so in das Netz geknüpft,
dass sie in einer bestimmten Richtung fallen – meistens mit
einem Mittelscheitel oder leicht seitlich. Das sieht extrem
natürlich aus, macht es aber schwierig, den Scheitel
nachträglich zu verändern.
Fester Scheitel: Ist in der Perücke ein klarer Scheitel eingearbeitet, solltest du genau diesen für dein Styling nutzen. Versuchst du, die Haare auf die andere Seite zu legen, siehst du schnell die Perückenkappe oder es entstehen unschöne Lücken.
Mittelscheitel: Viele Lacefronts sind mit einem Mittelscheitel gefertigt. Ideal, wenn du genau diesen Look brauchst – weniger gut, wenn du eigentlich seitlich tragen willst.
Seitenscheitel: Perfekt, wenn du schon weißt, dass deine Figur oder dein persönlicher Style auf eine Seite ausgerichtet ist. Aber: von rechts auf links wechseln funktioniert fast nie.
Ohne Scheitel: Es gibt auch Perücken, die komplett nach hinten geknüpft sind und keinen festen Scheitel haben. Diese sind super für Zöpfe, Hochsteckfrisuren oder Styles, bei denen der Haaransatz wichtiger ist als die Richtung des Falls.
Mein Tipp: Überleg dir vor dem Kauf, wie du die Perücke stylen möchtest, und such dir dann bewusst ein Modell mit passendem Scheitel aus. Es ist einfacher, gleich die richtige Perücke zu kaufen, als später mit Styling-Tricks gegen die Knüpfung zu kämpfen.
Pony oder Bob: Hardfront reicht völlig, da die Kante verdeckt ist.
Realistischer Alltags-Look: Lacefront mit passendem Scheitel.
Zopf oder Hochsteckfrisur: Lacefront ohne festen Scheitel – so kannst du alle Haare nach hinten nehmen.
Tipp: Wenn die Qualität stimmt, siehst du keine Lücken in der Perücke. Billige Perücken verraten sich oft, sobald du die Haare zur Seite kämmst – dann kommt direkt die Perückenkappe zum Vorschein.

Eine gute Perücke verdient gute Pflege – sonst hast du schnell einen Knotenball auf dem Kopf.
Bürsten: Benutze unbedingt eine spezielle Perückenbürste mit Metallzinken. Normale Haarbürsten laden Kunsthaar statisch auf und können die Fasern beschädigen. Perückenbürsten kosten nur 6–12 Euro und machen das Leben deutlich einfacher. Du bekommst die passende Bürste, inklusive Video-Tutorial, in meinem Etsy-Shop – so kannst du direkt richtig starten.
Waschen: Für Kunsthaar gibt es spezielles Shampoo und Conditioner. Du kannst auch normales Shampoo verwenden – riskierst aber, dass die Fasern stumpf werden. Echthaarperücken pflegt man wie normales Haar – hier habe ich persönlich aber keine Erfahrung, weil ich bisher nur Kunsthaar nutze.
Lagern: Am besten auf einem Styroporkopf oder zurück im Netz, in dem sie geliefert wurde. So bleibt die Form erhalten und sie verknoten nicht.
Wenn du gerade erst anfängst, probier eine günstige Kunsthaar-Perücke aus (10-30€). So lernst du den Umgang, ohne direkt viel Geld zu investieren. Und falls du gefallen an Perücken findest und öfter welche tragen willst, kannst du immer noch in eine hochwertige Lacefront (50-80€) investieren.
Praktische Tools wie Bürste, Shampoo oder Styroporkopf findest du übrigens gesammelt in meinem Amazon-Shop. Dort habe ich auch meine liebsten Perücken-Modelle für dich zusammengestellt.


